Kieferorthopädie rückt Zähne und Kiefer in eine Stellung, in der sie gut zusammenarbeiten. Das ist zuerst eine Frage der Funktion: Zähne, die richtig aufeinandertreffen, lassen sich besser putzen, werden gleichmäßiger belastet und halten in der Regel länger. Dass ein gerades Gebiss auch schöner aussieht, ist ein willkommener Nebeneffekt — für viele der eigentliche Anlass.
Wie eine Behandlung abläuft
1. Erstuntersuchung
Wir sehen uns Zähne, Biss und Kiefergelenke an und sprechen darüber, was Ihnen auffällt. Oft klärt sich hier schon, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht. Dieser Termin ist keine Verpflichtung zu irgendetwas.
2. Diagnostik
Wenn eine Behandlung im Raum steht, brauchen wir belastbare Unterlagen: einen digitalen Scan des Gebisses, Fotos und je nach Fall Röntgenaufnahmen. Aus dem Scan entsteht ein Modell, an dem sich Platzverhältnisse und Bisslage vermessen lassen.
3. Behandlungsplan
Sie bekommen einen schriftlichen Plan: welches Gerät, wie lange voraussichtlich, was es kostet und welchen Anteil die Krankenkasse übernimmt. Bei gesetzlich Versicherten geht dieser Plan vor Behandlungsbeginn zur Kasse.
4. Behandlung
Je nach Befund mit fester Spange, herausnehmbarem Gerät oder Alignern. Kontrolltermine liegen meist im Abstand von sechs bis acht Wochen.
5. Stabilisierung
Nach dem Abnehmen der Spange sichern Retainer oder Schienen das Ergebnis. Dieser Teil ist keine Formalie: Zähne haben die Neigung, in ihre alte Position zurückzuwandern. Wer die Stabilisierung weglässt, riskiert, dass die Behandlung umsonst war.
Kinder und Jugendliche
Der richtige Zeitpunkt hängt vom Befund ab, nicht vom Kalender. Manche Fehlstellungen behandelt man früh, solange das Wachstum mitarbeitet — etwa einen Kreuzbiss. Für die meisten Behandlungen ist der übliche Beginn zwischen neun und zwölf Jahren, wenn die bleibenden Zähne da sind.
Sinnvoll ist eine erste Kontrolle trotzdem schon früher. Dann lässt sich absehen, ob überhaupt etwas zu erwarten ist — und Sie können planen.
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Erwachsene
Zähne lassen sich in jedem Alter bewegen. Der Knochen reagiert langsamer als bei Jugendlichen, deshalb dauert es meist etwas länger — behandelbar ist es trotzdem. Viele Erwachsene entscheiden sich für Aligner, weil sie im Alltag kaum auffallen.
Wichtig vorab: Zahnfleisch und Zahnhalteapparat müssen gesund sein. Bei einer unbehandelten Parodontitis würde eine kieferorthopädische Behandlung Schaden anrichten. Wir prüfen das deshalb immer zuerst.
Was kostet das, was zahlt die Kasse?
Die häufigste Frage — und die mit den meisten Missverständnissen. Wir haben ihr eine eigene Seite gewidmet.
Video
Kurz erklärt – aus unserer Praxis
Die Videos geben allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Beratung; Behandlungsverlauf und -ergebnis hängen von den persönlichen Voraussetzungen ab. Alle Videos sind untertitelt. Mehr in der Mediathek und auf Instagram.
